Zwei weiße Golfbälle

Über die Authentizität der Fotografie, Teil 2

Von Pablo Picasso stammt das Zitat: „Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen.“ Und im Zusammenhang mit diesem Künstler ist die Redensart „Á la Picasso: Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ entstanden. Dieser Spruch wird immer gern offensiv in den Raum geworfen, wenn ein Kunstwerk nicht verstanden wird und der Betrachter sich keine Blöße geben will. Aber eigentlich manifestiert ein solcher Moment nur, dass Künstler und Betrachter aneinander vorbeireden. Und solche Momente gibt es eben auch in der Fotografie.

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Irgendwo zwischen obste und wennste

Von der Grauzone, in der sich fotografierende Journalisten und Blogger bewegen

 Frankfurter Ostpark im Januar

Wer auf Veranstaltungen oder im öffentlichen Raum fotografiert und diese Bilder publiziert geht ein beträchtliches Risiko ein, wenn Menschen abgebildet sind. Denn eine letztendlich verbindliche Regelung zwischen dem Schutz persönlicher Daten und der Kunst- und Pressefreiheit gibt es nicht. „Die Entscheidung liegt beim Gericht“, heißt es immer wieder.

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Alles eine Frage der Gradation

Ein Plädoyer für mehr Zwischentöne

Als ich den Auftrag annahm das Team der Darmstädter Firma Freisicht für deren Website zu portraitieren, hatte ich die Freiheit einen Look vorzuschlagen. Ich entschied mich für klassische Schwarzweißfotografie – sicher aus design-strategischen Gründen, aber insbesondere auch um zwei gegenwärtigen Tendenzen entgegenzutreten: der profillosen Gleichmacherei und der selbstgerechten Oberflächlichkeit. 

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