Und daraus wurde (Folge 02):

Elsässischer Apfelkuchen

Eigentlich bin ich gar nicht so der Kuchenesser und schon gar nicht -bäcker, aber diesen Kuchen gibt es mindestens einmal im Jahr bei mir. Es ist ein ganz typischer Apfelkuchen auf Basis von süßem Mürbeteig, wie man ihn überall bei unseren südwestlichen Nachbarn findet. Die meisten Rezepte, die ich kenne, schlagen sehr süße Äpfel vor. Ich bevorzuge aber Äpfel mit einer leichten Säure wie z.B. Boskop. Aber das ist euch natürlich selbst überlassen, genauso wie statt Rohrzucker normalen Zucker zu verwenden.

Zuerst muss ein Mürbeteig her, den ihr am besten am Vortag herstellt. Die Teig-Menge reicht für zwei Kuchen mit einem Durchmesser von 26 cm. Der hält sich im Kühlschrank einige Tage und ihr könnt ihn auch einfrieren.

Für den Mürbeteig braucht ihr:

  • 125 g weiche Butter
  • 100 g Rohrzucker
  • 1 Ei
  • 250 Mehl
  • 2 Prisen Salz

Und so geht’s: Den Zucker und die weiche Butter schaumig schlagen. Dann gebt ihr das Ei dazu und rührt die entstandene Masse noch etwa eine Minute weiter. Jetzt siebt ihr das Mehl darüber – Salz nicht vergessen – und vermischt alles zu einem glatten Teig.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche knetet ihr den Teig ordentlich durch. Formt dazu eine Kugel, die ihr dann von innen nach außen auseinanderdrückt, dann wieder zur Kugel formt und wieder nach außen kneten. Nach fünf bis sechs Minuten solltet ihr einen glatten, elastischen Teig hergestellt haben. Schlagt die Teigkugel in Frischhaltefolie ein und lasst ihn für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ruhen – besser noch über Nacht.

Apfelkuchen_02_Fokus_klein

Für den Kuchen braucht ihr:

  • etwa die Hälfte des Teigs
  • 500 g Äpfel
  • 4 Eigelb
  • 100 g Rohrzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • einige Prisen Zimt nach Belieben
  • 200 ml Sahne
  • etwas weiche Butter für die Form

Und so geht’s: Der eigentliche Backtag beginnt damit, das ihr etwa eine Stunde vor der Zubereitung die Hälfte des Teigs und etwas Butter aus dem Kühlschrank nehmt. Beides ist bei Zimmertemperatur besser zu verarbeiten. Dann heizt ihr den Backofen auf 215 °C vor (bei einem Gasherd ist das wahrscheinlich Stufe 4).

Fettet die Tarte-Form (26 cm Durchmesser) gut mit der Butter aus. Den Mürbeteig rollt ihr zu einer Platte von rund 30 cm aus und kleidet damit die Form aus.

Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in sechszehn Spalten teilen. Damit belegt ihr kreisförmig den Boden. Beginnt außen und lasst die Spalten leicht überlappen. Das Ganze kommt für 15 Minuten in den vorgeheizten Backofen.

Währenddessen vermengt gut ihr Eigelb, Rohrzucker, Vanillezucker und Zimt  Die Sahne unterrühren. Gießt alles über die Äpfel und backt den Kuchen noch rund 30 bis 40 Minuten (je nach Backofen) bis die Äpfel weich sind.

Warm servieren. Am besten im Duett mit selbstgemachtem Vanilleeis und  vielleicht ein einem Gläschen Gewürztraminer. Immer vorausgesetzt, man mag Gewürztraminer.


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