Und daraus wurde … (004)

Mal nicht als Suppe – Kürbisgemüse.

Wie das Odenwälder Felsenmeer in bunt – so präsentieren sich Märkte und die Obst-und Gemüseabteilungen der Supermärkte im Oktober. Massen von Kürbissen jeglicher Form und Farbgebung drohen dich jeden Moment unter sich zu begraben. Frauen reagieren sofort darauf und entschärfen die Gefahr, indem sie mindestens einen mitnehmen. Aber nur um zu Hause, Fleisch liebende Männer mit einer Kürbissuppe zu quälen. Und das mehrmals im Monat.

Wie es nun der Zufall will, bin ich vor kurzem beim Zappen beim NDR gelandet. Dort werkelte Fernsehkoch und Dampfplauderer Rainer Sass gerade an einem Braten herum. Dazu empfahl er, mal nicht die üblichen Kartoffeln als Sättigungsbeilage, sondern ein Kürbisgemüse. Das habe ich mal nachempfunden und dabei den alles beherrschenden Hokkaido-Kürbis durch eine Bischofsmütze ersetzt. Der muss geschält werden, was schon Arbeit ist. Trotzdem!

Ihr braucht für vier Portionen:

▪    1 Kürbis von etwa einem Kilogramm

▪    1 kleines Stück Ingwer, geraspelt (Menge nach Belieben)

▪    ein wenig Kreuzkümmel

▪    1 bis 2 kleine Chili-Schoten

▪    4 EL Weißwein

▪    4 EL Wasser

▪    Olivenöl

▪    Salz, Pfeffer

▪    1 Spritzer Zitronensaft

Und so geht’s:

Teilt den Kürbis zuerst in schmale Segmente, entfernt die Kerne und schält ihn (Hokkaido-Kürbisse müssen natürlich nicht geschält werden). Dann schneidet ihr das Fruchtfleisch in circa zwei bis drei Zentimeter große Stücke. Die bratet ihr etwa drei Minuten in heißem Olivenöl. Dann gebt ihr die gehackten Chilis, den Kreuzkümmel und den Ingwer dazu. Mit Salz und Pfeffer würzen, Wein und Wasser hinzufügen, alles gut vermengen und Deckel drauf. Bei mittlerer Hitze schmort ihr den Kürbis bis die Stücke bissfest sind. Das sollte etwa sechs Minuten dauern. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Spritzer Zitronensaft abrunden.

! Chili und Ingwer sind echte Scharfmacher in dem Gemüse – also uffbasse!

Das Kürbisgemüse passt gut zu Braten, Schnitzel oder saftigen Koteletts. Und wenn ihr guten Weißwein zum Kochen verwendet habt – dann trinkt ihn gefälligst auch dazu.


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